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„Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist schenke dir seine Gnade, Schutz und Schirm vor allem Bösen, Stärke und Hilfe zu allem Guten, dass du bewahrt wirst im Glauben. Friede sei mit dir.“,

5. April 2020

so lautet der Konfirmationssegen. An diesem Palmsonntag erinnern sich Menschen an den Einzug Jesu in Jerusalem und auch an ihre Konfirmation. Bis in die 80er Jahre war dieser Sonntag der traditionelle Konfirmationssonntag. Der Palmsonntag führt uns mitten ins Zentrum des Sturms um die Wahrheit Jesu. Wie kaum ein anderer Sonntag im Kirchenjahr fordert der „Einzugssonntag“ ein Bekenntnis. Hier entscheidet sich, wie die Heilige Woche, die heute beginnt,  begangen und gefeiert wird, wie Menschen Leben ausrichten. Palmsonntag ist wie das Bekenntnisfest der Gemeinde. Und genau wegen dieses engen Zusammenhangs ist der heutige Sonntag über Jahrhunderte der klassische Konfirmationssonntag der Evangelischen gewesen.

Ich gratuliere Ihnen sehr herzlich und freue mich, dass Sie nicht müde werden wollen auf Ihren Lebens- und Glaubensweg. Sie sind hier. Sie legen mit Ihrem Kommen ein Bekenntnis ab, bringen eine Haltung zum Ausdruck. Und so könnte heute ein Bekenntnis abgelegt werden.

L: Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.
L: Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn.
A: Der Himmel und Erde gemacht hat.

(Entzünden einer Kerze)

Begrüßung

L: Liebe Schwestern und Brüder, heute ist der letzte Sonntag der Passionszeit, der Palmsonntag. Er hat seinen Namen davon, dass beim Einzug Jesu in Jerusalem die Menschen Palmzweige auf seinen Weg streuten.  So grüße ich mit dem Wochenspruch für den heutigen Tag: „Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben“

Lied: EG 324,1-7 Ich singe dir mit Herz und Mund

Psalm 118 / EG 747

Eingangsgebet: für zwei Erwachsene (nach reformiert-info.de)

E 1: Du, Sohn Davids,
unser Befreier,
manchmal wünschten wir,
du kämest in sichtbarer Hoheit daher
und würdest auf einen Schlag
alles Elend beenden.


E 2: Aber du kommst auf einem Esel geritten,
in der Gestalt eines machtlosen Menschen,
und dein Weg führt
in Leiden und Sterben.

E1: Du enttäuschst uns,
wenn wir von dir
göttlichen Zauber erwarten.

E2: Aber du tröstest alle,
die auf eine neue Welt hoffen,
denn die Macht deiner Liebe
verschafft dir den Sieg
über alles Böse.

E1: Mach uns von falschen Erwartungen frei,
und lehre uns,
dir mit dem Mut der Demut zu folgen. Amen

Stilles Gebet

L: Wir beten weiter in der Stille, miteinander und füreinander.

(Gebetsstille)

L: Herr, du hörst unser Gebet, darum kommen wir zu dir.

Lied: EG 91: Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken.

Predigttext: Markus 14,3-9
(Der Predigttext wird nach der Methode: „Bibel Teilen“ in sieben Schritten gemeinsam erschlossen)

Bibel Teilen in sieben Schritten:

  1. Wir öffnen uns für Gott in Gebet und Lied:
    Herr, du unser Gott, öffne unsere Herzen und unseren Sinn für dein Wort. Wir wollen hören, rede du. Was du uns sagen willst, das lass uns aufmerksam wahrnehmen. In all unserer Sorge, tröste uns. Gib uns ein festes Herz, das uns gewiss macht in der Hoffnung auf dich. Gib uns ein waches Auge, dass wir nicht nur geistlich aufschauen und vor allem nicht zurückschauen, sondern den Nächsten und seine Not sehen. Und gib uns eine sichere Hand, dass wir in den kommenden Tagen das rechte Tun, besonnen und mit Augenmaß. Das bitten wir durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, unseren Herrn.
  2. Eine/r liest den Predigttext
    Und als er in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit unverfälschtem, kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Gefäß und goss das Öl auf sein Haupt. Da wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls? Man hätte dieses Öl für mehr als dreihundert Silbergroschen verkaufen können und das Geld den Armen geben. Und sie fuhren sie an. Jesus aber sprach: Lasst sie! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis. Wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.“
  3. Verweilen und Vertiefen
    Der Text wird erneut – langsam – gelesen. Jeder und jede wird eingeladen, mitzulesen und an den Stellen, die ihm besonders naheliegen, besonders zu betonen. In einer dritten Lesung gelingt es oft, einen emotionalen Klangteppich zu weben, bei dem die Gefühle (Ablehnung, Zweifel, Angst, Freude …) wie in einer Symphonie zusammenklingen.
  4. Schweigen (ca. 3-5 Minuten)
    Die Teilnehmenden besinnen sich, jeder und jede für sich, was der Text jede/m einzelnen sagen will. Sie lassen sich darauf ein, dass nicht alles unmittelbar einsichtig ist. Sie suchen nach Anknüpfungspunkten in ihrem Leben und besinnen sich darauf, was sich in der kommenden Woche von diesem Text her in ihrem Alltag nahelegt.
  5. Mitteilen
    Wer mag, kann den anderen die eigenen Gedanken mitteilen. Wichtig ist, dass es in dieser Phase nicht um Diskussion geht, sondern darum, zu hören, was der Text bei den Schwestern und Brüdern ausgelöst hat. Deshalb wird hier nicht kommentiert.
  6. Austauschen

Wir suchen im Gespräch nach der Bedeutung des Textes. Meist ergibt sich aus der Mitteilungsphase ein Gespräch und Themen von allein. Wenn nicht, könnten Leitfragen hilfreich sein:

  • Versuchen Sie sich, in die Frau hineinzuversetzen: Warum tut sie das?
  • Ist es angemessen, den Dienst für Jesus und den Dienst an den Armen gegeneinander auszuspielen?
  • 300 Silbergroschen sind eine Summe, von dem eine Familie ein Jahr leben kann. Ist der Vorwurf der Verschwendung angesichts dieser Summe nicht doch angemessen?
  • Die Geschichte bleibt „in der ganzen Welt“ im Gedächtnis. Was will sie uns in der gegenwärtigen Situation sagen? Für unseren Glauben? Hat es eine wirtschaftlich-ökonomische Bedeutung?
  • Wie stellen wir uns die „zukünftige Stadt“ vor?
  • Jesus als König, der mit teurem Öl gesalbt wird – Jesus, der leidende Gottesknecht. Welches Jesusbild liegt uns heute näher? Warum? Was kann uns das jeweils andere Bild sagen, um unsere Beziehung zu Jesus zu stärken?
  1. Lied: z.B. EG 70,1-4 Wie schön leuchtet der Morgenstern

oder EG 11,1-5: Wie soll ich dich empfangen

Fürbittengebet (nach velkd.de) :

E 1 Wir halten dir unsere Herzen hin, Jesus Christus,
wir strecken dir unsere Hände entgegen.
Wir wollten dir entgegengehen,
wir wollten mit dir laufen
und hineinziehen in deine Stadt.

E 2: Aber wir können nur mit unseren Herzen zu dir kommen.
Nur unsere Sehnsucht ist auf dem Weg zu dir.
Nur unsere Gebete.
Sie sind alles, was wir haben.

E3: So beten wir für die Kranken
für die, denen keine Medizin mehr helfen kann,
für die, die einsam sterben,
für die, die unter der Last dieser Tage zusammenbrechen.
Komm zu ihnen mit deiner Liebe und heile sie.
Höre uns.

E 4: So beten wir
für die Menschen,
die in Krankenhäuser und Pflegeheimen arbeiten,
in Feuerwachen und Apotheken,
in Kitas und Supermärkten,
in Laboren und in Ställen,
in Ämtern und Gemeinden.
Komm zu ihnen mit deiner Freundlichkeit und behüte sie.
Höre uns.

E 1: So beten wir
für die Menschen,
die in der Sorge dieser Tage in Vergessenheit geraten,
die Flüchtlinge,
die Opfer von häuslicher Gewalt,
die Verwirrten und Missbrauchten,
die Hungernden,
die Einsamen.
Komm zu ihnen und rette sie.
Höre uns.

E 2: Wir halten dir unsere Herzen hin
und danken dir für den Glauben.
E 3: Wir danken dir,
weil wir zu dir und zueinander gehören.
E 4: Wir danken dir
für die Zeichen der Liebe und Verbundenheit,
für die freundlichen Worte,
für die Musik.

E 1: Wir danken dir für dein Wort und deine weltweite Kirche.
Wir wollten dir entgegengehen
und hineinziehen in deine Stadt.

E 2: Und wir erleben es:
Du gehst mit uns durch diese Zeit
Heute, in diesen Tagen der Passion,
und jeden neuen Tag.

Amen.

L: Vater unser

Segen