Friedenswege – KU8 Konfirmanden gestalten Kirchenfenster

14. Dezember 2019

Unter Anleitung von Künstlerin Hildegard Uken aus Nortmoor schuf der diesjährige KU8 Jahrgang ein ganz besonderes Kirchenfenster zum Thema „Friedenswege“. Es strahlt in der Dunkelheit.

Während eines ganzen Tages hatten die Jugendlichen sich zuerst in Einzelarbeiten, dann in Gruppenarbeiten und schließlich in einer gemeinsamen Arbeit auf das Motiv und die Ausführung verständigt.

Zugrunde lag dabei das Adventslied des Zacharias (Lukas 1), in dem es u.a. heißt: „Unser Gott hat ein Herz voll Erbarmen. Darum kommt uns das Licht aus der Höhe zur Hilfe. Es leuchtet denen, die im Dunkel und im Schatten des Todes leben. Es lenkt unsere Füße auf den Weg des Friedens.“ (Lukas 1,78+79 Basisbibel)

Drei Dinge waren den Konfirmand*innen dabei besonders wichtig:

  1. Ein durchgängiges Thema der Bilder ist der Friede auch mit der Natur oder der Schöpfung. Wenn also das satte Grün, sauberes Wasser, klare Luft gemalt wird, dann wird damit auch das zum Ausdruck gebracht: „Wir wissen, es sieht nicht überall auf unserer Welt so aus: Das Meer ist da eine Plastikmüllhalde, die Ozonschicht verringert sich, Dürre und Flut nehmen gleichermaßen zu. Und all das ist auch von Menschen gemacht.“ Die Natur sieht also oft anders aus als von Euch gemalt. Ich denke, so verstehe ich Euch richtig: So stellen wir uns den Frieden von Mensch und Natur vor, das ist die Grundlage für allen anderen Frieden.
  2. Friedenswege, die uns wichtig sind, die führen zusammen, was vorher getrennt war. Ein Bild zeigt ja zB eine Brücke, die zwei Seiten des Flusses verbindet. Sie führt Menschen zusammen, die sich die Hände reichen. Vorher waren sie getrennt. Und dort, wo noch etwas trennt, wie die Mauer unter dem Regenbogen, dort reichen bereits Hände über die Mauer – nicht umsonst ist dazu auch ein rotes Herz gemalt. Die Liebe, die Grenzen überwindet. Als Christen denken wir bei diesem Bild an die Menschen auf der anderen Seite des Mittelmeeres. Und natürlich ist Menschen in Seenot zu helfen. Wir können nicht allein in Frieden leben, wenn nebenan, auf der anderen Seite der Mauer, Menschen in Not leben. Als Menschen werden wir nur gemeinsame Wege gehen, so wie Ihr es zeigt, oder es werden Weg des Unfriedens sein.
  3. Ihr malt auch Symbole, Zeichen des Friedens. Damit man gleich sehen kann, worum es geht. Mich freut, dass ihr drei Symbole aus der christlichen Tradition gewählt habt. Das erste in leuchtendem Rot am Fenster zu sehen ist das Peacezeichen, das Friedenszeichen. (1958 zum ersten Ostermarsch für nukleare Abrüstung verwendet). Ostern ist ja das Fest des Sieges vom Tod über Leben. Und die beiden anderen Symbole kommen aus der Geschichte von Noah, jeweils zweimal sind sie abgebildet als Friedenszeichen: Die Friedenstaube, die Noah losfliegen lässt, um zu prüfen, ob denn die Flut schon zuende ist und der Regenbogen als Zeichen des Friedens zwischen Gott und Menschen. Wir brauchen neben den Worten auch Bilder für unseren Glauben. Bilder, die Mut machen und Kraft geben.
Nach der Präsentation im Abendmahlsgottesdienst
Das neue Kirchenfenster
Die Lutherkirche wird zum Atelier
Die Lutherkirche wird zum Atelier
Tischlermeister Johann Jütting mit seinem Sohn bei der Montage am Sonntagmorgen
Die gemeinsame Umsetzung
Die gemeinsame Umsetzung
Die Vorarbeiten
Alternativen werden erwogen
Präsentation der Gruppenarbeiten
Einzelarbeit im Luthersaa
Der Luthersaal beim KU8 Tag