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Herbstakademie an der Lutherkirche – Gedanken, die weiterhelfen

7. Oktober 2019

Die Ev.-luth. Lutherkirchengemeinde in Leer lädt in Kooperation mit der Stiftung Lutherkirche Leer erneut ein zu einer Herbstakademie. „Bewusst wollen wir Grundfragen des Lebens ins Gespräch bringen, die jeden Menschen angehen.“, erläutert Pastor Christoph Herbold die Absicht der Veranstalter. „Gemeinsam ergeben sich neue – vielleicht auch überraschende – Sichtweisen. Und Gedanken, die weiterhelfen.“ Impulse ausgewiesener Fachleute bilden an jedem Abend den Auftakt. Es schließt sich ein vertiefender Austausch an. Fachkenntnisse sind nicht vorausgesetzt.

Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei.

Ort: Lutherhaus, Patersgang 4, 26789 Leer
Um Anmeldung wird gebeten. Telefonisch 04191-9921627 (AB) oder online: https://anmeldung.e-msz.de/node/1920

Mittwoch, 6.11.2019, 19.00 Uhr – „Und wenn ich verzweifle?“ Umgang mit dem Leid Filmemacher Karl-Heinz Heilig

Filmemacher Karl-Heinz Heilig

Montag, 18.11.2019, 19.00 Uhr – „Ich weiß, dass ich sterben werde“
Testamentsabfassung Rechtsanwalt Ulf Spieker, Remels

Rechtsanwalt Ulf Spieker

Montag, 25.11.2019, 19.00 Uhr – „Was ich noch bedenken will“
Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung Notar Detlef Gühmann, Leer

Notar Detlef Gühmann

Aufgrund des begrenzten Platzangebots sind Sie gebeten, sich hier online für die Veranstaltungen anzumelden:

https://anmeldung.e-msz.de/node/1920

6.11.2019, 19 Uhr Leeraner Uraufführung: Alles wirkliche Leben ist Begegnung (Martin Buber) Eine Collage aus 20 Jahren Der leise Film® von Karl-Heinz Heilig  (105 Min., D/CH 2016)

Der Dokumentarfilmer Karl-Heinz Heilig und seine Partnerin Ulla Haschen haben das ruhige Hinschauen zu ihrem Markenzeichen gemacht; haben seit vielen Jahren mit ihrer Philosophie des `leisen Films´ Spiritualität im Alltag entdecken lassen. Es sind Geschichten für den zweiten Blick; Geschichten, die von der tief verborgenen Sehnsucht nach Leben erzählen. Ihre filmischen Begegnungen folgten dem Motto „Spielräume lassen“ – Spielräume für die jeweils Portraitierten, aber auch für die Zuschauer; mit genügend Raum für Gedanken, Gefühle und innere Verknüpfungen.

Die aktuelle Produktion ist eine Collage aus 20 Jahren „Der leise Film“; aus Filmen über Menschen, die sich ihren Lebenskrisen gestellt haben und darin gewachsen sind. Ein Jubiläumsfilm sollte es werden, von Heilig und seiner Partnerin Ulla geplant als eine „Liebeserklärung an das Leben“. Dann das Unbegreifliche: im Oktober 2014 nahm sich Ulla Haschen das Leben. Der Filmemacher musste auf schmerzliche Weise ganz persönlich die Grenzen einer lebensbejahenden Kulturarbeit erfahren. Jetzt war es die eigene Lebenskrise, die es anzunehmen galt.

Heilig entschloss sich, auch seinen Trauerprozess zum Bestandteil des gemeinsam geplanten Films zu machen. Aus dem Blickwinkel der eigenen Endlichkeit erzählt er vom Leben, von der Liebe und dem Suizid eines geliebten Menschen – und stellt diese persönliche Erfahrung in den Kontext anderer bewegter Lebensgeschichten: in die Geschichten von drei Bergbäuerinnen aus dem Hochschwarzwald, einer Heilkräuterfrau aus der Friesischen Wehde, einem Priester aus Kamerun, einem Schweizer Architekten für Kirchenbauten, einem Zen- und Kalligrafiemeister aus Japan/USA und einem Lehrer, der über 50 Jahre seine Freude am gemeinsamen Singen mit vielen Menschen teilt. Sie alle sind in ihre eigene, ganz persönliche Gewissheit hinein gewachsen und laden ein, das Blatt des Lebens auch eigenhändig zu bemalen.

„Ein Film, der Mut machen möchte für das Leben – der berühren und öffnen möchte für einen liebevollen Blick auf sich und die Welt.“ (K.-H. Heilig)

Die Schauspieler Barbara Schmitz-Lenders und Pavel Möller-Lück vom Theater Laboratorium Oldenburg lesen die Texte im Film.

Aufführung im Lutherhaus im Rahmen der Herbstakademie an der Lutherkirche – Gedanken, die weiterhelfen

Patersgang 4, 26789 Leer

Mittwoch, 06. Nov. um 19 Uhr

Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Gespräche zum Film.

Zwei Juristen setzen die Reihe fort: Sie handeln von der Vorsorge angesichts der Endlichkeit des Lebens. „Gleichgültig, wie jung oder alt man ist, sollten wir uns dem Thema stellen.“ so Uwe Gerdes von der Stiftung Lutherkirche Leer, die  die Reihe mit veranstaltet. „Wir wünschen uns, dass die Besucherinnen und Besucher durch die Herbstakademie angeregt werden, sich wichtigen Fragen zu stellen. Kompetente Gesprächspartner stehen dafür zur Verfügung.“