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Liebe deinen Nächsten – Kirchenfenster der Konfirmandinnen und Konfirmanden

3. Januar 2019

Unter Anleitung von Künstlerin Hildegard Uken aus Nortmoor schuf der diesjährige KU8 Jahrgang ein ganz besonderes Kirchenfenster zum Thema „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Es strahlt in der Dunkelheit.

Während eines ganzen Tages hatten die Jugendlichen sich zuerst in Einzelarbeiten, dann in Gruppenarbeiten und schließlich in einer gemeinsamen Arbeit auf das Motiv und die Ausführung verständigt.

Drei Dinge waren den Konfirmand*innen dabei besonders wichtig:

  1. Menschen müssen sich nicht unbedingt kennen, die Nächstenliebe oder Liebe zum Mitmenschen umfasst mehr Menschen als die Liebe zu unserer Familie oder zum Freundeskreis. Es ist wie Jesus sagt: Alle Menschen auf der Erde sind Kinder Gottes, und daher auch Mitmenschen, meine Nächsten. Eine große, weltumspannende Familie.
  2. Zur rechten und zur linken am Altar: jeweils zwei Menschen werden abgebildet, die miteinander in Beziehung stehen. Der eine macht dem anderen ein Geschenk, weil er sieht, der andere ist in Not – hier abgebildet ein armer Junge, der von einem Fremden ein Geschenk erhält. Seit Bischof Nikolaus haben immer wieder Christinnen und Christen so geholfen in Not. Auf dem Bild wird sichtbar – es spielt ja auf dem Markt – auch in Leer gibt es solche Not, wenn auch verdeckt. Und auf dem anderen Bild: Zwei Menschen teilen Lebenswege. Gräber sind zu sehen, und eine Kerze der Hoffnung am Ende dieses Weges. Darin ist die Beteiligung der Konfis am Gottesdienst zum Totensonntag zu erkennen, wo sie den Angehörigen der Verstorbenen Trostworte weiter gesagt haben.
  3. Nächstenliebe ist ganz selbstverständlich nicht nur lokal, sondern auch global zu verstehen. Ganz im Sinn der Hilfsaktion der Evangelischen Kirche „Brot für die Welt“ Es ist wichtig, dass der Blick nicht vor der eigenen Tür stehen bleiben kann. Es ist für selbstverständlich, auf etwas zu verzichten, und damit an andere zu denken.

Als verbindendes Element im Zentrum kommt etwas strahlend Neues in den Blick, ein reines Gelb durchzieht das Bild in der Horizontalen und in der Vertikalen, ein Kreuz natürlich, das Zeichen der Christen.

Aber es gibt doch eine große Veränderung oder Ergänzung. In das Kreuz eingezeichnet ist ein Schreibschrift „M“ – so sieht es aus. Es ist eine einfache Krone aus Gold. Und so heißt dieses besondere Kreuz auch „Kronenkreuz“. Es ist das Erkennungszeichen der Diakonie, der Nächstenliebe in evangelischer Verantwortung. Über dreißig Einrichtungen gibt es ja allein in Leer, die anderen Mitmenschen helfen, von der Babytasche, über die Kitahilfe, die Jugend- und Schulsozialarbeit, die Familienhilfe und Schuldnerberatung, die Kranken und Tagespflege bis zum Sterbehaus und der Trauerbegleitung. In vielen engagieren sich Christinnen und Christen. Das Kreuz ist ein Hinweis auf Not und Tod, wer würde sie nicht auch in der Stadt entdecken? Die Krone weist auf den kommenden König hin, von dem besonders die Adventslieder singen. Kreuz ist eben zugleich das Zeichen der Auferstehung Jesu und zeigt damit  Hoffnung und Auferstehung an. Die Verbindung von Kreuz und Krone, der beiden Elemente soll die Zuversicht wecken, dass Not und Tod durch den Glauben an Jesus und die Nächstenliebe überwunden werden können.

 

 

Kirchenfester Lutherkirche Leer Foto: Bodo Wolter