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Begrüßung mit Applaus – Neue Superintendentin für Emden-Leer eingeführt

20. August 2018

Bild: Dr. Hannegreth Grundmann

Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr führte Pastorin Christa Olearius in der Lutherkirche Leer in ihr Amt als Superintendentin des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Emden-Leer ein.

 

 

Kirchenkreises Emden-Leer ein. „Herzlich willkommen, Frau Superintendentin!“, sagte Regionalbischof Klahr zum Abschluss der Einsegnung. Daraufhin begrüßten die 650 Gottesdienstbesucher die 47-Jährige spontan mit Applaus in der Lutherkirche in Leer. Zum ersten Mal übernimmt eine Frau die Leitung des Kirchenkreises Emden-Leer.

Der Landessuperintendent sprach über ein Bibelwort, das Christa Olearius sich ausgesucht hatte. „Gott, Du stellst meine Füße auf weiten Raum.“ (Psalm 31,9) Dieses Wort passe wunderbar nach Ostfriesland und in den ganzen Sprengel, besonders auch zu dem Lebensweg der neuen Superintendentin: „Es passt zu einem Glauben, der die weltweite Ökumene liebt und das Miteinander der Konfessionen im Kloster Frenswegen gestaltet hat“, sagte Klahr über die ehemalige Studienleiterin der ökumenischen Bildungsstätte Kloster Frenswegen in Nordhorn, die zugleich eine halbe Pfarrstelle an der Christus- und Kreuz-Kirchengemeinde in Nordhorn innehatte.

Ein Semester im Auslandsstudium und das Freiwillige Soziale Jahr in Brasilien hätten Olearius den Blick geweitet für Menschen in anderen Erdteilen und für andere Formen des Glaubens. „Der Glaube ist vielfältig! Es geht um ein versöhntes Miteinander bei aller Verschiedenheit“, sagte Klahr. Und dies wolle sie nun im Kirchenkreis in aller Vielfalt gestalten. Doch dieses Psalmwort müsse sich gerade in der Erfahrung von Angst und Enge bewahrheiten, so Klahr. Der Psalmbeter droht in Ängsten und Not zu ersticken, da betet er: „Gott, du stellst meine Füße auf weiten Raum.“

In ihrer Einführungspredigt ermutigte die Superintendentin: „Lasst uns einander in die Augen schauen und nicht den Blick senken oder einander übersehen. Lasst uns einander mit Wertschätzung ansehen. Unsere Blicke sollen nicht an den Kirchenmauern enden, sondern hineingehen in die Gesellschaft.“ Im Segen sehe Gott uns an. „Dieser Blick Gottes lässt uns in die Augen unserer Mitmenschen blicken und im Namen Jesu Christi handeln.“ Dazu gehöre die Verantwortung, sich für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.

Die gesamte Predigt zum Nachlesen – es gilt das gesprochene Wort

Beim anschließenden Empfang wünschte Landrat Matthias Groote, dass das Miteinander nicht aus dem Blick gerate. Der Austausch auf Augenhöhe sei wichtig für eine Gesellschaft. „Dieser Festgottesdienst wird uns allen in Erinnerung bleiben“, so Groote.

Die Grüße der Stadt Leer überbrachte Bruno Schachner als Stellvertretender Bürgermeister. Schachner freute sich, dass Christa Olearius in ihrer Jugendzeit Leer gut kennengelernt habe. Sie war Schülerin des Teletta-Groß-Gymnasiums, engagierte sich bei den Pfadfindern, im Ruderverein und in der Evangelischen Jugend.

Der gemeinsame Kirchenkreis Emden-Leer habe sich aus Sicht der Stadt Emden bestens entwickelt, sagte Bernd Bornemann, Oberbürgermeister der Stadt Emden. Bornemann dankte dem Kirchenkreis für die segensreiche Arbeit für die Seehafenstadt Emden und zählte eine ganze Reihe von sozial-diakonischen Einrichtungen auf, für die der Kirchenkreis in Emden verantwortlich ist. Diese breite Angebotspalette in Fragen nach Hilfe in Not- und Problemsituationen sei für die gesamte Stadt von besonderer Bedeutung. „Wir arbeiten an den gleichen Werten und Zielen: An den Nachbarschaften derer, die hier geboren sind, und derer, die dazu kommen. Wir gestalten unsere Nachbarschaft. Dazu brauchen wir die Kirche. Wir sind Partner und ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, so der Oberbürgermeister.

Die Grüße der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Leer (ACK) überbrachte Pastor Uwe Wiarda (ev.-ref.): „Die Ökumene in Leer pflegt ein intensives Miteinander. Wir freuen uns, dass die Arbeit von viel Wertschätzung getragen wird.“

Nach einer zehnmonatigen Vakanzzeit hat Christa Olearius als Nachfolgerin von Burghard Klemenz, der im September vergangenen Jahres in den Ruhestand ging, die Leitung des Kirchenkreises Emden-Leer übernommen. Zu zwei Prozent ihres Dienstes ist sie auch Pastorin der Lutherkirchengemeinde Leer.

In den vergangenen 14 Jahren war sie als Pastorin in der Christus- und Kreuz-Kirchengemeinde in Nordhorn und seit 2009 zudem mit einer halben Pfarrstelle als lutherische Studienleiterin in der ökumenischen Besinnungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Kloster Frenswegen in Nordhorn tätig.

Leer ist Heimat für die 47-Jährige. Einem Freiwilligen Sozialen Jahr über das Leeraner Hilfswerk „arabras“ in Brasilien folgten das Studium der Evangelischen Theologie in Münster, Marburg, Salvador de Bahia und Göttingen sowie das Gemeinde-Vikariat in Hildesheim und ein Schul-Vikariat in Osnabrück.

Zum Kirchenkreis Emden-Leer zählen 26 Kirchengemeinden mit rund 54.000 Gemeindegliedern. Im Januar 2013 fusionierten die Kirchenkreise Emden und Leer zum Kirchenkreis Emden-Leer.

BU: (Foto: Hannegreth Grundmann)

öso. Leer. In einem Festgottesdienst am Sonntag, den 19. August 2018, führte Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr Pastorin Christa Olearius in ihr Amt als Superintendentin des Evangelisch-lutherischen