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Turmfest zum 250-jährigen Turmjubiläum

1. Oktober 2016

Die Lutherkirchengemeinde feiert 250-jährigesTurmjubiläum

 

Am 9. Oktober wird ein vielseitiges Programm geboten / Ein Band verbindet mit den Nachbarkirchen

 

kkl Leer. Mit einem bunten Programm will die Lutherkirchengemeinde Leer am Sonntag, 9. Oktober, das 250-jährige Bestehen ihres Kirchturms feiern. Blickfang soll ein Wimpelband sein, das zwischen der reformierten Großen Kirche, der katholischen Kirche St. Michael und der Lutherkirche gespannt wird. Darauf machten Pastor Christoph Herbold (Lutherkirche), Pfarrer Dr. Andreas Robben (St. Michael) und Pastor Uwe Wiarda (Große Kirche) aufmerksam.

Turmbläser werden um 10.45 Uhr das Fest eröffnen. Um 11.30 Uhr beginnt ein ökumenischer Gottesdienst. Pastor i. R. Hinrich Gerdes predigt plattdeutsch über den Turmbau zu Babel. Für die katholische Kirchengemeinde wird dann Pastor Martin Stührenberg dabei sein, der ab dem 1. Oktober in der Pfarreiengemeinschaft, zu der Leer gehört, tätig ist. Den musikalischen Rahmen gestalten die Turmbläser unter der Leitung von Hayo Bunger, Landesposaunenwart für den Sprengel Ostfriesland-Ems. Das Heimatmuseum Leer will eine begleitende Ausstellung im Kirchenraum ausrichten. Dessen Leiter Burghardt Sonnenburg wird deshalb im Anschluss an den Gottesdienst ein Grußwort sprechen.

Den Festvortrag hält um 14.30 Uhr in der Lutherkirche Klaas-Dieter Voß, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Johannes-a-Lasco-Bibliothek Emden.

Mittagessen gibt es im Luthersaal. Zwischen 14 und 17 Uhr werden stündlich von Christian Jonczyk Führungen durch die drei beteiligten Kirchen angeboten. Auch ein Kinderprogramm mit vielen Spielen ist für diesen Tag geplant.

Eine Abendandacht halten um 17 Uhr Karl Fleßner und Susanne Seitz. Abschluss des Festes soll gegen 17.30 Uhr sein.

Mit dem Jubiläumsfest werde mit Dankbarkeit auch „Turmfriede zu Leer“ gefeiert, sagten die Verantwortlichen der Lutherkirche. Sie erinnerten daran, dass es vor dem Bau des Kirchturms mehr als 60 Jahre lang eine Fehde gegeben habe: Es sei strittig gewesen, ob mehr als eine Kirche das Recht auf einen Turm und öffentliches Geläut besitze. Als sichtbares Zeichen der Verbundenheit werde deshalb das 100 Meter lange Wimpelband zwischen den Kirchen gespannt. Es soll bis zum 18. Oktober, also auch während des Gallimarktes, hängen bleiben.

Der erste Teil der Lutherkirche wurde im Jahr 1675 erbaut. Zwischen 1706 und 1710 erfolgte ein Erweiterungsbau im Westen, auf den 1766 der Glockenturm gesetzt wurde. Der 32 Meter hohe Turm erhebt sich über dem quadratischen Grundriss. Über dem hohen Unterbau bildet ein kleines Oktogon (Achteck) das Mittelstück, das zur offenen Laterne überleitet. Diese wird von einem zwiebelförmigen Helm geschlossen. Ein goldener Schwan als Symbol der lutherischen Kirche über dem Kupferdach krönt den Turm. Die kleine goldene Weltenkrone unter dem Kreuz ist eine Referenz an Friedrich den Großen, der den Bau genehmigt hatte. Zur Hundertjahrfeier der Kirche im Jahre 1775 wurden zwei neue Glocken gegossen. 1969 wurde das heutige dreiteilige Geläut eingebaut, das 2001 umfassend saniert wurde.

 

 

 

Vor den Mauern des 250 Jahre alten Turms und am Modell der Lutherkirche machten (von links) Pastor Christoph Herbold, Pfarrer Dr. Andreas Robben, Pastor i. R. Hinrich Gerdes und Pastor Uwe Wiarda auf das Jubiläumsfest am 9. Oktober aufmerksam.

Foto: Dübbel